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Drei kostenlose Wege zur Keyword-Recherche

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Ich wollte wissen, ob man für Keyword-Recherche wirklich Geld ausgeben muss. Also habe ich mit Leuten gesprochen, die es täglich machen.

Robert Maier, 68, hat vor vier Jahren einen Blog über Wanderwege in der Steiermark gestartet. Er verwendet ausschließlich kostenlose Methoden. Seine erste Technik: Er tippt seinen Themenbereich in die Google-Suche und schaut sich an, was in der Autovervollständigung erscheint. Wenn er "Wandern Steiermark" eintippt, schlägt Google automatisch vor: "Wandern Steiermark mit Kindern", "Wandern Steiermark leicht", "Wandern Steiermark Seen".

Diese Vorschläge basieren auf echten, häufigen Suchanfragen. Maier notiert sich alle Vorschläge und schreibt dann Artikel zu genau diesen Themen. Sein Blog hat jetzt 15.000 Besucher pro Monat. Kosten für Tools: null Euro.

Die zweite Methode kommt von Susanne Kraft, die eine kleine Praxis für Ernährungsberatung in Linz führt. Sie scrollt bei Google-Suchen ganz nach unten zu "Ähnliche Suchanfragen". Dort zeigt Google weitere Begriffe, nach denen Leute gesucht haben. Wenn jemand "Cholesterin senken" sucht, erscheinen dort Vorschläge wie "Cholesterin senken ohne Medikamente", "Cholesterin senken Lebensmittel Liste", "wie schnell kann man Cholesterin senken".

Kraft erstellt zu jedem dieser Begriffe eine eigene Unterseite. Ihre Website rankt mittlerweile für 47 verschiedene Suchbegriffe in den Top 10. Sie verwendet kein einziges bezahltes Tool.

Der dritte Ansatz stammt von Dr. Johann Moser, Pensionist und ehemaliger Chemiker, der jetzt eine Informationsseite über heimische Heilpflanzen betreibt. Seine Technik ist brillant simpel: Er geht in Foren und Facebook-Gruppen und liest, welche Fragen Menschen stellen. Dann kopiert er diese Fragen wortwörtlich als Überschriften für seine Artikel.

Beispiel: In einer Gartengruppe fragte jemand "Kann man Johanniskraut auf dem Balkon ziehen oder braucht das Garten?" Moser schrieb einen Artikel mit exakt dieser Überschrift. Der Artikel rankt auf Position 3 bei Google und bringt 120 Besucher pro Monat.

Alle drei betonen: Kostenlose Tools reichen völlig aus, wenn man versteht, wonach man sucht. Maier formuliert es so: "Die teuren Programme spucken auch nur Zahlen aus. Sie müssen trotzdem selbst entscheiden, welche Themen relevant sind."

Moser fügt hinzu: "Bezahlte Tools geben Ihnen vielleicht präzisere Daten über Suchvolumen. Aber ob 890 oder 1.200 Menschen pro Monat nach etwas suchen, ist für kleine Webseiten nicht wirklich relevant. Wichtig ist, dass überhaupt jemand danach sucht."

Die Quintessenz aus allen drei Gesprächen: Investieren Sie Zeit, nicht Geld.