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Wo genau kommen die recherchierten Begriffe hin?

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Nachdem ich mehrere Artikel über Keyword-Recherche gelesen hatte, blieb eine Frage offen: Was macht man mit den gefundenen Begriffen? Also habe ich drei Leute gefragt, die Websites für ältere Zielgruppen optimieren.

Helga Wimmer betreibt seit 2016 eine Website über Strickanleitungen. Sie ist 64 und hat sich alles selbst beigebracht. Ihre Erklärung war die verständlichste: "Die Keywords müssen dort stehen, wo sowohl Google als auch echte Leser als Erstes hinschauen."

Konkret bedeutet das: Überschriften, erster Absatz, Zwischenüberschriften. Wimmer zeigte mir einen ihrer Artikel. Titel: "Babysocken stricken für Anfänger Größe 62". Erste Zeile: "Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Babysocken in Größe 62 stricken, auch wenn Sie Anfänger sind."

Sie wiederholt den Suchbegriff nicht stur, aber die wichtigen Wörter tauchen natürlich auf. Der Artikel rankt seit zwei Jahren auf Position 2 und bringt etwa 890 Besucher monatlich.

Dann sprach ich mit Franz Huber, pensionierter Deutschlehrer, der jetzt eine Infoseite über Vogelbeobachtung führt. Er betont, dass übertriebene Wiederholung nach hinten losgeht. Google erkennt mittlerweile, wenn jemand Keywords unnötig oft einbaut. Huber nennt das "wie ein Schüler, der dasselbe Wort in jedem Satz verwendet, um auf Wortanzahl zu kommen".

Sein Rat: Schreiben Sie zuerst für Menschen. Dann prüfen Sie, ob Ihr Hauptbegriff in Überschrift, Einleitung und zwei bis drei Zwischenüberschriften vorkommt. Falls nicht, passen Sie es an. Aber nie so, dass es gekünstelt klingt.

Hubers erfolgreichster Artikel behandelt "Meisen füttern im Winter was beachten". Das Keyword steht in der Überschrift, im ersten Absatz und in drei Unterüberschriften. Zusätzlich verwendet er verwandte Begriffe wie "Vogelfutter", "Futterstelle", "Meisenknödel". Google versteht den Kontext und zeigt seinen Artikel für viele ähnliche Suchanfragen.

Die dritte Person war Christine Berger, 59, die eine Website für Seniorenreisen betreibt. Sie achtet besonders auf die URL-Struktur. Ihr Artikel über barrierefreie Hotels in Wien hat die Adresse "seniorenreisen-oesterreich.at/barrierefreie-hotels-wien". Das Keyword steht direkt in der Webadresse, was laut Berger einen messbaren Unterschied macht.

Sie testete das: Zwei ähnliche Artikel, einer mit Keyword in der URL, einer ohne. Nach drei Monaten lag der erste auf Position 7, der zweite auf Position 23.

Alle drei warnen vor demselben Fehler: Keywords in unsichtbarem Text verstecken, in weißer Schrift auf weißem Hintergrund oder in langen Listen am Seitenende. Google bestraft das mittlerweile aktiv.

Bergers Zusammenfassung: "Platzieren Sie Ihre Keywords dort, wo sie sowieso hingehören würden, wenn Sie einem Freund etwas erklären. Überschrift, Einleitung, logische Stellen im Text. Mehr braucht es nicht."